Ein Leben mit Dir

Die Wende

„She lost everything, but found herself. And somehow that was everything.“

Barney und Ich
Du machst mein Leben bunter. Jeden Tag aufs Neue.

Verloren. Ging mit einer Maske durch die Welt. Habe mich an die Gesellschaft angepasst, täglich nach mehr gestrebt. Habe dabei vergessen zu leben. Fit war ich schon länger nicht mehr. Es fühlte sich an, als würde mein Körper sich gegen mich auflehnen, eine innere Stimme mich anschreien. Aber ich zwang mich selbst immer wieder, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Unbewusst aber sicher wurde ich Teil der modernen Gesellschaft. Definierte mich über harte Arbeit und dem Streben nach Erfolg. Umgeben von Menschen, die für „morgen“, „später“ oder „wenn ich erfolgreich bin, dann“ lebten. Zwischen Menschen, die auf der Suche nach dem Glück waren. Es hieß Geld und Reichtum.

Kreierte eine Person, die ich glaubte, werden zu wollen. Schließlich sind wir dann glücklich,  wenn wir alles erreicht haben – richtig? Mit 23 Jahren in 3 Jahrzehnten, 2 Jahrhunderten und 2 Jahrtausenden gelebt haben. Schreiben einen Lebenslauf, der die Karriereleiter hochklettert. Plötzlich angekommen, wie durch eine Zeitmaschine. An allem vorbeigerast, verkrampft die Taste „fast-forward“ gedrückt. Stille. Kurzes Warten. Da musste doch was kommen, so sollte es doch sein. Wo blieb der Moment auf den ich wartete? Da war nichts. Kein Glücksgefühl, keine Erleichterung, keine Lebensfreude. Nur Leere und Ratlosigkeit. War das alles?

Your paw in my hand
„when I needed a hand, I found your paw“

Es war dieser eine Moment. Sekunden, in denen ich spürte, dass das Leben an mir vorbeizog. Leere füllte meinen Kopf und alles was ich wusste, war: Dieses Leben will ich nicht mehr.

Im Hier und Jetzt angekommen. Der Hund neben mir. Dicht an meiner Seite, wie immer. Nur, dass ich es dieses mal bewusst wahrnahm. Sein Blick durchbohrte mich. Traf mein Innerstes. Mein Herz tanzte, mein Körper pulsierte. War wie in Trance. Blickte wie durch einen Tunnel. Meine Gedanken überschlugen sich. Tausende Bilder rauschten an mir vorbei. Momente, die ich erlebt habe. So nebenbei. Zwischen schon fast vergessenen Erinnerungen und Rückblicken über ein Leben unter Zeitdruck und Stress saß ich da. Barfuß auf dem Boden. Meine Hand verkrampft im Fell vom Hund.

Wie ich da hin kam, wusste ich nicht mehr so genau. War auch egal. Lachen oder Weinen? Sitzen bleiben oder Aufstehen? Bereuen oder Kämpfen? In dem Moment wusste ich alles und nichts. Aber ich wollte. Und das war irgendwie alles.

Processed with VSCO with hb2 presetIch wollte frei sein. Und der erste Schritt zur Freiheit war in meinen Augen, meinen Job zu kündigen. Den Job, der meine Zukunft gewesen wäre. Ja – von heute auf morgen. Und ja, das ging. Auch wenn ich innerlich durch die Hölle musste. Einfach war anders.

Glück und Freiheit schreiben seitdem mein Leben. Backup Pläne wurden gelöscht. Eigentlich wurden alle Pläne gelöscht. Regeln gebrochen, Wunschbilder und Illusionen zerstört. Davon, wie mein Leben sein könnte. Zumindest in den Augen anderer. Irgendwie ein komisches Gefühl. Vielleicht fühlt sich Freiheit so an – ich werde es herausfinden.

Mit dir, an meiner Seite.

Love, J.

PS.: Danke, an einen besonderen Menschen -an dich, Sophia. Unter anderem für Bilder, mit denen ich unsere Geschichte erzählen kann.  @sophia_frdrch

 

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