Das Geheimnis von Ritualen & Strukturen im Alltag

Negatives loslassen und durch Positives ersetzen. Darum ging es hier letzte Woche. Bestimmt fragt sich der ein oder andere, was überhaupt mit negativen Dingen gemeint ist, was einem Energie rauben kann und wie man diese Dinge aus seinem Leben streicht.

Wenn du bereit bist, dein Leben Stück für Stück zu verändern und noch heute damit beginnen willst, dann nimm dir 10 Minuten Zeit für die folgende Aufgabe. Und glaub mir, sie wird es schaffen, dir einen kräftigen Denkanstoß zu verpassen. Bevor du verändern kannst, ist es wichtig, dass du deine Antwort aufschreibst. Nur Nachdenken reicht nicht. Also, Stift und Zettel holen! Sonst funktioniert es nicht.

11 tägliche Rituale

Schreibe 11 Rituale auf, die dir gut tun und du täglich in deinen Alltag integrieren kannst. Hier geht es nicht darum, was du täglich tun SOLLTEST, sondern um 11 Dinge, die du liebst, 11 Dinge, bei denen dein Herz anfängt zu hüpfen, 11 Dinge, die dich lächeln lassen und dich glücklich machen. Jeden Tag. 11 Dinge, die du täglich gerne machen würdest, und wenn es die kleinste Kleinigkeit ist.

Vielleicht stoppst du bei Nr.3. Vielleicht kommst du bei Nr.8 ins Grübeln. Vielleicht aber schreibst du auch, ohne groß zu überlegen, ganze 11 gute Gewohnheiten auf. Manchen sind 11 zu wenig. Jeder ist anders. Jeder von uns hat eine andere Wahrnehmung der Realität, jeder von uns seine persönliche Einstellung zum Leben, zu dem, was uns täglich widerfährt. Und jeder von uns hat einen anderen Stresspegel. Einen Pegel, den wir uns selbst zumuten. Stress bestimmt unsere Lebensqualität, Stress lässt uns die Zeit vergessen. Zeit, die wir nie wieder zurückbekommen. Zeit, die vergeht wie im Flug. Uns das Leben vergessen lässt, während wir damit beschäftigt sind unsere Zukunft zu planen. Und genau hier liegt deine Antwort.

Wie viel Stress führst du dir täglich zu, statt dich mit den schönen Dingen im Leben zu beschäftigen? Wie viele schlechte Gewohnheiten trägst du mit dir, statt ,,gute“ Gewohnheiten, die dir so gut tun, dass sie es schaffen dir mehr Energie zu geben, als zuvor?

Nimm dir Zeit. Stell dir gedanklich einen für dich perfekten und lebenswerten Tag vor. Was siehst du? Was ist dir wichtig? Was macht dich glücklich? Was willst du loswerden? Aufschreiben.

 

Zwischen „sollte“ und „wollte“

Auch mein persönlicher Stresspegel war mal so hoch, dass mir nichtmal 5 Dinge eingefallen sind, die mir Spaß machten und ich in meinen Alltag integrieren konnte. Nichtmal 5 Rituale habe ich aufs Papier bekommen. Vor lauter SOLLTE, war es mir nicht mehr möglich, mich auf das zu konzentrieren, was mir wirklich Spaß machte. In meinem Kopf drehte sich alles darum, was man machen sollte. Wie z.B. ,,täglich mindestens 30 min Sport machen, weniger Kohlenhydrate essen, morgens die Zeitung lesen, Kontakte knüpfen, mich mehr auf die Zukunft konzentrieren“, usw. … .

Meine Wünsche und Bedürfnisse sahen jedoch anders aus. Lange Zeit blieben es Vorstellungen. Denn statt sie einfach mal umzusetzen, mir die Zeit dafür zu nehmen, sie in meinen Alttag zu integrieren, verbrachte ich immer nur Zeit damit, mir auszumalen wie alles sein könnte. Letztendlich lief es auf die gleiche Zeit hinaus. Zeit, die davon lief.

Erschreckenderweise geht es vielen Menschen so. Viele von uns sind so gestresst, dass ihnen nichtmal 11 Kleinigkeiten einfallen, die ihnen Spaß machen, geschweige denn es schaffen, diese in ihrem Alltag umzusetzen. Wie auch, wenn wir immer nur damit beschäftig sind, all das zu machen, was man machen sollte und den Blick dafür verlieren, was wir eigentlich gerne machen würden? Wenn wir wie automatisiert unsere Wege gehen, wie Marionetten durchs Leben tanzen und stumpf in eine Richtung blicken? Wie, wenn wir weder hinterfragen noch reflektieren, uns lieber fallen lassen und uns selbst verlieren, in einer Welt, in der der Drang nach Konsum die Hauptrolle spielt. Schnelligkeit uns blind macht, uns die Zeit raubt. Stress uns kontrollierbar macht, die Werte der Gesellschaft uns formen, sie die Grundlage für unser persönliches Streben sind, sie unser Handeln bestimmen.  Wie, wenn wir verlernt haben auf uns selbst zu achten, nicht mehr erkennen können, was uns persönlich ausmacht. Wie, wenn wir vergessen haben, dass alles was zählt jetzt ist, alles was wir haben, wir selbst sind.

Ich kann dir nur eins sagen. Hör auf damit, dein Leben damit zu verbringen, Dinge zu tun, die erwartet werden und Wege zu gehen, die jeder geht. Als richtig oder einfach erscheinen, gewisse Anforderungen und Erwartungen erfüllen oder von dem Großteil der Gesellschaft vorgelebt werden. Mit Ritualen legst du dir deinen persönlichen Grundstein für ein Leben nach deinen Regeln. Hier liegt der Ursprung für „Mehr“.

 

Meine 11 täglichen Rituale

Bevor ich loslege: Ich persönlich lege viel Wert auf eine Morgenroutine. Weil hier der Tag beginnt und jeder Morgen Einfluss auf die nächsten Stunden hat.
Da diese möglichst positiv ausfallen sollen, mache ich vor allem morgens all das, was ich liebe und mir gut tut.

#1 Ein frisches, kühles Glas Wasser mit einer Scheibe Zitrone trinken (am liebsten direkt‘
aus dem Wasserhahn)

#2 Eine kleine Morgenwanderung mit meinem Hund, durch Wälder und Felder,
mindestens 30 Minuten lang

#3 Eine Vitaminbombe zum Frühstück. Frisch gepresster O-Saft, Ingwer-Shot, Smoothie,‘
Smoothiebowl oder Porridge – je nachdem was der Hunger sagt

#4 Meinen heißgeliebten Kaffee am Morgen trinken

#5 Täglich Mind. 20 Minuten Yoga (hier haperts bei mir noch etwas, da ich unsere
Morgenwanderung um einiges verlängere und ich dann in Zeitdruck gerate. uuups)

#6 Täglich frisches Obst und Gemüse essen, am liebsten BIO

#7 Täglich 2-3 Liter Wasser trinken (das war auch schonmal besser)

#8 Mir täglich bewusst machen, für was und wen ich dankbar bin & diesen Moment
verinnerlichen bzw. es diesen Menschen wissen lassen

#9 Jeden Morgen 15 Minuten Zeit nehmen, um meinen Tag zu planen (ja, Tagespläne
und kleine ToDo Listen sind tatsächlich zu einem Ritual geworden, da ich sonst den
Überblick verliere)

#10 Täglich so viel Zeit wie möglich mit meinem Hund verbringen (ob Work-Kurse,
Wanderungen oder auf der Wiese liegen und Wolken beobachten – Hauptsache
der Fellkneul auf vier Pfoten ist an meiner Seite. Weil er mich zurückholt,
wenn ich mal wieder vergesse, durchzuatmen)

#11  Jeden Tag ein Highlight setzen ( ob das Zeit zum Stöbern auf Pinterest, das Planen
des nächsten Roadtrips, ein neues Rezept ausprobieren, schreiben oder ein Buch
lesen ist – das ist völlig egal. Hauptsache ich nehme mir eine kleine Auszeit, arbeite
an meinen Träumen und gestalte mir mein Leben bunter)

 

wanderer

Wie gesagt, es sind nur Kleinigkeiten. Kleinigkeiten, auf die es ankommt. Für ein Leben voller Freiheiten und Glück.

Danke ♥

Love,

J.

 

 

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