Mein Leben ist eine Panne

Ziele erreichen mit viel Motivation. In kleinen Schritten zur Selbsterfüllung und zum Erfolgserlebnis.

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Mein Leben ist eine Panne

Ich sitze hier und lache. Lache Tränen, lache über mich selbst. Lache darüber, was für ein chaotischer Mensch ich bin. Lache darüber, dass ich es immer wissen will, dass ich Dinge erst ausprobieren muss, egal wie verrückt sie klingen, um dann wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Manche würden sagen „um auf die Nase zu fallen.“ Dass ich immer wieder in einem Labyrinth lande, mich in Sackgassen verlaufe und auf dem Weg zur nächsten bin. Aber was solls. Sonst wäre es ja langweilig hier und ich hätte nichts zu berichten. 

Warum mein Leben eine Panne ist und ich die Hauptrolle darin spiele, lässt sich an den letzten Monaten festmachen. 


Number #1

Wie ich auf meiner Todo-Liste dick und fett angekündigt habe, wollte ich diesen Sommer ein Projekt starten. Ich wollte eine Smoothiebar aufmachen – das war das Ziel. Habe Monate damit verbracht Smoothies zu mixen, stundenlang gebaut und gebastelt. Meinen Freund fast zum Nervenzusammenbruch gebracht und meinen Hund zum Smoothietrinker gemacht (irgendjemandem musste ja die Smoothies, die auf die schwarze Liste kamen, trinken). Die halbe Altstadt hat mit angepackt und mich unterstützt, wo es auch nur ging. Falls sich hier jemand angesprochen fühlt: Danke, dass ihr in mein Chaos vertraut habt!

Als dann endlich alles fertig war, die Lieferung kurz vor knapp am Abend davor ankam, ich die Hälfte vom Obst wieder im Laden verteilen musste, weil ich aus Versehen 100 statt 50 Smoothies ausgerechnet habe und fast einen Herzinfarkt bekommen habe, als ich dachte ich habe den teuren Vita Mix kaputt gemacht – den Stecker in 5 verschiedene Steckdosen gesteckt, den Strom getestet und im Nachhinein merkte, dass es von Vorteil sein kann, einfach mal den „AN“-Knopf zu drücken- war dann meine Smoothie Bar endlich bereit für den Probelauf. 

Der Tag war toll. Meine Freude sind unbeschreiblich. Die Besten auf der ganzen Welt. Die Smoothies waren der Knaller und die Bar sah genau so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Leider nur ist es nicht meine Stärke, an das zu denken, was vielleicht nicht klappen könnte. Das zu bedenken, was Schwierigkeiten und Komplikationen mit sich bringen könnte. Und einzusehen, dass manches eben nicht so einfach ist, wie man sich das Ganze in seinem Knallkopf vorstellt. Wenn ich etwas will, dann gibt es eben kein vielleicht. Dann gibt es kein wenn und aber und auch kein „was wäre wenn“. Dann wird es eben ausprobiert und wenn es DANN nicht funktioniert – dann ist es okay. Aber eben erst dann. Und genauso kam es. 

Dass zwei oder auch drei Smoothiemixer den ganzen Schillerplatz unterhalten könnten, am Wochenende nicht immer die Sonne scheinen würde und die Bar ein klitze kleines bisschen zu groß ist, um sie mal eben so im Flur zwischen zu lagern – daran habe ich wohl nicht gedacht. Oupsidoupsi.

Ich könnte mich darüber ärgern. Aber ich tue es nicht. Weil dieser Tag in Erinnerung bleiben wird. Sich jeder Moment, jeder Aufwand dafür gelohnt hat. Einfach deshalb, weil ich es probiert habe.

Smoothies und gesundes Frühstück am Schillerplatz wird es trotzdem weiterhin geben – nur eben in einer anderen Form der Organisation – und nicht mit dem Kopf durch die Wand.  


Number #2

Mein nächster Knaller steht auch auf meiner Todo-Liste. „Ein zweiter Hund“. Das ist auch nach wie vor noch nicht aus meinem Kopf. Der Plan aber, mir einen Australien Shepherd zuzulegen, ging dann doch nicht so auf, wie gedacht. 

Dieses mal also sollte es ein Australien Shepherd werden. Eine neue Rasse. Dass ich auch diese Rasse hinbekommen würde, stellte sich für mich nicht in Frage. Irgendwie reizte es mich, was Neues auszuprobieren, einen Hund mit anderen Eigenschaften zu haben, als ein Golden Retriever es hatte.

Ich machte mich also auf die Suche, durchforstete das halbe Internet, unterhielt mich mit ein paar Züchtern und fand schließlich jemanden, der mich überzeugte. Eine tolle Frau, der man die Leidenschaft anmerkte. Ich wurde auf dem Laufenden gehalten, bekam Bilder und Videos zugesendet und lief nur noch mit meinem Handy herum, um jedem zu zeigen wie süß doch die Welpen waren. Als es dann soweit war und ich den Kleinen endlich kennen lernen dufte, ich mich fast zwei Stunden mit der Züchterin unterhalten habe, der Kleine immer wieder auf mich zuggestolpert kam und ich nicht einen negativen Punkt an der ganzen Sache fand, wieder ins Auto stieg und plötzlich nur noch an Golden Retriever Babys denken konnte – hat das Chaos mal wieder den Höhepunkt erreicht.

Ja – ich lache auch. Lache darüber, wie bekloppt meine Gedankensprünge sind. Wie verrückt das alles ist und wie schnell sich das Blatt wendet. Von den ein auf den anderen Moment. Wollte ich einfach keinen Australien Shepherd mehr. Ich werde wohl immer ein Goldi-Herz haben. Also wird es dann irgendwann  mal ein Golden Retriever Welpe 🙂


 

Auch wenn das alles ganz schön bescheuert und für den ein oder anderen unmöglich klingt – ich fühle mich erleichtert. Mein Kopf ist wieder frei. Mein Herz hat mich zurück auf die richtige Bahn gelenkt. Das eine geht, das andere kommt. Ich habe Platz für Neues, Zeit für andere Todos, die ich noch zu meistern habe. Die nächste Todo-Liste und eine veränderte Morgenroutine sind auch schon unterwegs. Ich bin wieder ein Stück näher bei mir selbst angekommen. Bin letztendlich wieder einen Schritt näher an meinem persönlichen Ziel. Bin wieder auf dem richtigen Weg. Einen Weg, den ich ohne kleine Umwege niemals gefunden hätte. Niemals gehen würde.

Weil wir ohne Fehler nicht besser werden können. Ohne Veränderungen, immer auf der Stelle treten würden, auf dem gleichen Stand bleiben würden. Ohne Richtungswechsel und Sackgassen nie auf den für uns richtigen Weg gelangen würden. Und ohne es einfach mal auszuprobieren, nie wissen würde, wie es wäre WENN. Uns immer fragen würden, wie es anders wohl wäre. Wie unser Leben aussehen würde, wenn wir uns getraut hätten. Was dabei rauskommt, kann niemand vorhersagen. Denn alles was uns im Leben passiert, passiert aus einem Grund. Wir werden zu der Person, die wir wirklich sind. Wir werden das finden, was uns erfüllt. Wir werden stärker, selbstbewusster und mutiger. Wir werden dazu aufgefordert das Leben zu leben, anstatt nur zu existieren.

Und dafür liebe ich mein Leben. Genauso, wie es gerade ist. Ich hoffe, das Gleiche kann auch jeder andere von seinem Leben behaupten.

Love,

J.

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