Traumberuf: Das Leben

,,Was machst du eigentlich bzw. was versuchst du dir aufzubauen?“ ,,Was machst du aktuell?“

Nachdem gestern ein paar Fragen bei mir eingetrudelt sind, habe ich hier die erste Antwort für euch:

Da mir diese Frage sehr bekannt vorkommt – denn ich habe sie mir schon oft selbst gestellt – werde ich die Antwort darauf in diesem Beitrag einfach mal schriftlich festhalten. Auch für mich 😀

Wenn ich daran denke, was ich alles mache, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll. Sagen wirs so: Ich mache von allem ein bisschen, Hauptsache es macht mich glücklich. Und wenn sich das ändert, probiere ich einfach was Neues aus. Warum auch nicht? Sagt mir jemand, dass ich mich mein Leben lang für eine Möglichkeit unter Millionen entscheiden muss?

Eine Lebensweise, die auch für mich völlig neu ist. Genau gesagt, das komplette Gegenteil von dem, wie mein Leben mal ausgesehen hat. Und das ganze 3 Jahre lang – intensiv und ermüdend. Nachdem Ehrgeiz, Kontrolle, Sicherheit und Perfektionismus meine Richtung vorgaben, ich aber nie beim Glück ankam, entschied ich mich dazu eine Kehrtwende in meinem Leben einzunehmen. Gekippt. Von heute auf morgen, Schlag auf Schlag. Schwups war ich in einer anderen Welt. Dass diese Welt SO aussehen würde, wie es momentan der Fall ist – das habe auch ich nicht gewusst. Surprise, surprise, man weiß eben nie, was das Leben für einen offen hält.

Aber um mal auf den Punkt zu kommen: Hauptsächlich bin ich vielmehr mit dem Leben selbst beschäftigt, als mit meiner konkreten beruflichen Zukunft. Ich habe eine Ahnung von dem, was ich machen will. Genau genommen, hat meine Fantasie es endlich geschafft, das Bild in meinem Kopf zu kreieren, für das ich die ganze Zeit blind war. Und mit dem Ziel in der einen und meinem Daily-struggle in der anderen Hand, bin ich beruflich mal hier und mal da unterwegs.

Aktueller Beruf:

Ich arbeite in einem italienischem Feinkostladen, als Hundetrainerin und -beraterin und als selbstständige Konzepterin für kleine Unternehmen/andere Selbstständige. Vor kurzem noch war ich als Kommunikationscoach unterwegs – vielleicht auch bald wieder. Ich weiß es nicht und ich will es auch gar nicht wissen, denn wenn ich es wüsste, wäre ich wahrscheinlich zu festgefahren und würde diese ganzen Chancen, die mir das Leben bietet, nicht erkennen können.

Und ansonsten mache ich so einiges. Ich schreibe. Jeden Tag. Ob im Feld bei Tageslicht oder nachts bei Mondlicht. Ich schreibe all das aufs Papier, worüber die wenigsten sprechen. Ich reflektiere, verstehe und analysiere. Vielleicht bin ich Intuitions- oder Glücksforscherin, vielleicht Autorin, vielleicht auch ein bisschen Coach oder Blogger. Das sind die Dinge, an denen ich arbeite, ohne aktuell Geld damit zu verdienen und ohne mir eine ausgewählte Berufsbezeichnung dafür zu geben.

Pläne, Inspirationen und Ideen : 

Ich glaube, das wäre auch schon die Antwort auf die zweite Frage. Was ich versuche mir aufzubauen. Was ich versuche mir aufzubauen (nachdem ich ENDLICH den Raum und die Zeit dafür habe – aber dazu wann anders mehr) ist eine Community, die sich gegenseitig motiviert, das Leben nach eigenen Regel zu gastalten und zu leben. Ich will die erreichen, die mehr im Leben wollen, als einen Beruf finden, in dem sie sicher sind. Ich will anderen, vor allem denen in meinem Alter, die Augen öffnen. Will zeigen dass es geht. Von der einen Welt auszubrechen, selbst dann, wenn man den Ausweg nicht sieht. 

Ich will diese Situation, in der ich mich befinde oder kürzlich noch befand, offen schildern. Ich will zum Nachdenken anregen und den ein oder anderen dazu motivieren, endlich das zu machen, was er liebt.

Ein Jahr, zwei Ziele:

Ich bin immer noch auf dem Weg. Für nächstes Jahr habe ich zwei Ziele: Ein Buch zu schreiben und diese Community zum Laufen zu bringen. Vielleicht habe ich seit letzter Woche noch zwei weitere – wer weiß 🙂

Auf diese Fragen, die Antwort zu geben, mit der die meisten etwas anfangen können ist schwierig. Denn ich bin davon weggekommen, irgendetwas werden zu wollen. Irgendeinen eindeutigen Beruf für mich zu finden. Denn darum geht es für mich nicht im Leben. Ich arbeite an mir selbst, wachse und entwickle mich weiter. Ich lerne ausgeglichen und glücklich zu sein – und zwar jetzt in diesem Moment- nicht für später, nach einer Gehaltserhöhung oder nachdem ich einen Master absolviert habe. Sondern ganz einfach jetzt. Ich versuche all das wieder abzulegen, was mich bisher in meiner Entfaltung gebremst hat. Ich arbeite daran, auf Null zu gehen und die Welt neu zu erleben. Ich glaube beruflich könnte man mich als jemanden bezeichnen, der das Leben in allen Facetten entdeckt, erlebt und lieben lernt. 

Mein Leben ist bunt. Mein Leben ist chaotisch. Sicherlich gibt es unkompliziertere Wege, bequemere Wege. Wege, die klar sind, Wege, die einfach sind. Und das ist auch gut so – ich sage nicht, dass man damit nicht glücklich sein kann. Nur kann ich es nicht. Denn dieses Leben hatte ich bereits – und ich will nie wieder dahin zurück.

Finde das was du liebst und überlege dir gut, in was du deine wertvolle Lebenszeit steckst. Du wirst sie nie wieder zurück bekommen.

Love,

J.

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