Unplastic Yourself

Ich wollte diesen Blogartikel eigentlich „UNFUCK YOURSELF“ nennen, aber dieser Titel gehört bereits einem Buch. Das ich übrigens nur empfehlen kann. Gibt’s hier.

Also dann eben UNPLASTIC YOURSELF. Passt vielleicht auch ein bisschen besser. Aber auch nur ein bisschen.

Da ich auf meinen vorherigen Blogbeitrag „Ich stand am Meer und dachte mir: Du Arschloch“ so viele positive Rückmeldungen erhalten habe und mich das Ganze wirklich gepackt hat und nicht mehr loslässt, dann auch noch bekannt gegeben wurde, dass sich der Staat ENDLICH gegen den hohen Plastikverbrauch einsetzt (Waky, waky, ich hoffe Sie hatten den angenehmensten Schlaf des Jahrhunderts!) dachte ich: Jetzt oder Nie. Keine Sekunde später habe ich auch schon nach meinem Laptop gegriffen und tippe gerade was das Zeug hält.

Das Ganze hier soll kein dämliches Ökogelaber werden und leere Versprechen mit sich bringen. Ich will auch keine Bande gründen, die nur noch kritisiert und das Negative sieht. Vielmehr will ich dazu anregen, einfach mal wieder selbstständig nachzudenken, anstatt sich alles von den Medien vorgaukeln zu lassen.

Denn es geht nicht darum, sein Leben an das der anderen anzupassen,  weil man das eben so macht oder weil das eben so richtig ist. Auch nicht, weil Nachhaltigkeit zum Trend geworden ist und der Veganismus die Welt zu regieren scheint.

Vielmehr geht es darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was unser tägliches Handeln eigentlich für Konsequenzen hat. Grundlegende Gewohnheiten zu verändern – nicht aber, weil man dazu überredet wurde, sondern weil man aufgewacht ist. Erkennt und versteht, reflektiert und sieht. Nachdenkt und will. Die eigene Einstellung verändert hat. Die Augen geöffnet und sich einfach mal ein paar Minuten Zeit dafür genommen hat, sich mit der Frage auseinander zu setzen, was wir verdammt nochmal mit dieser Welt machen.

Es geht schon lange nicht mehr um Prognosen oder irgendwelches Gemunkel. Diesen Punkt haben wir längst überschritten. Wir sind bereits näher am Abgrund, als wir denken bzw. wissen. Und weißt du, was das Traurige daran ist? Dass wir, du und ich, unsere Eltern und Freunde, Nachbarn und Kollegen, die Mehrheit der Bevölkerung die Verantwortung dafür tragen, ohne zu wissen, dass wir sie in der Hand haben. Oder es zumindest nicht wahrhaben wollen.

Überleg mal. Erkennst du dich vielleicht wieder?

„Jaja, die Tierschützer, mein Gott die Tiere werden eh geschlachtet.“
„Ach komm, die Tüte macht den Bock jetzt auch nicht fett.“
„Diese Freaks, die versuchen die Welt zu retten, wir können doch eh
nichts mehr machen.“  
„Mir doch egal, ich liebe Fleisch, darauf könnte ich nie verzichten. Das Tier war eh schon tot, retten kann ich es jetzt auch nicht mehr.“
„Viel zu anstrengend und teuer, dieses Ökoleben. Die spinnen doch,
ich habe Besseres zu tun.“

Oder vielleicht denkst du auch gar nicht drüber nach.
Auch ok. Habe ich vorher auch nicht gemacht.

Und und und. Ich will gar nicht mehr aufzählen. Auch sage ich nicht, dass ich nie einen dieser Gedanken hatte.

Aber weißt du, was das Schlimmste daran ist? Dass wir zulassen, dass uns die Medien und diese Konsumgesellschaft verblöden. Uns, seitdem wir denken können, Tag ein Tag aus, eine kontinuierliche Gehirnwäsche verpassen. Täglich. In Form einer kleinen Dosis, die nicht groß auffällt. Wir wie Marionetten durchs leben tanzen, angetrieben vom Erfolg, motiviert durch Geld, süchtig nach „später“ und „mehr“. Wir weghören, wenn es drauf ankommt. Weil nicht hinhören manchmal bequemer ist. Eine Lüge leben, anfangs oft einfacher ist. Bis der Knall kommt. Und der ist eigentlich schon 10 mal da.

Was habe ich jetzt schon wieder vor?

Bzw. was haben wir vor. Denn die Idee wäre niemals zustande gekommen, wenn Julia (@juleselisabeth) mir nicht zusätzlich den Impuls dafür gegeben hätte und mich Cindy (@cindykokocinski) nicht dabei unterstützt hätte.

Es ist längst Zeit aufzuwachen und damit meine ich auch mich selbst. Die Erkenntnis ist da, das heißt aber nicht, dass das jetzt das Ende vom Lied war. Ich werde mich weder stressen, noch eine Sekte gründen.

Aber gemeinsam mit Julia, die auch vor Kurzem angefangen hat, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen und vielen Dingen auf die Schliche gekommen ist, werde ich einige kleine bis große Veränderungen in meinem Alltag vornehmen und sie mit euch teilen, über Themen schreiben, um Augen zu öffnen, Lügen aufdecken, dessen Wahrheit wir alle kennen sollten und Dinge ansprechen, die zum Nachdenken anregen. Nachhaltigkeit, Plastikfrei, Recycling, Bio und Gesundheit – das sind die Themen, um die es geht. Wir versuchen den November möglichst Plastikfrei zu gestalten, sammeln Ideen und geben Tips für den Alltag, die auch wir erst entdecken werden. Und darauf freuen wir uns riesig!

Ob du das Ganze jetzt UNFUCK oder UNPLASTIC YOURSELF nennen magst, liegt bei dir 😉 Auf eine bestimmte Art und Weise ist ja da doch das Gleiche.

Der Hashtag, unter dem diese 30 Tages Challenge laufen wird ist jedenfalls: #unplasticyourself

Folgt den beiden Mädels für einfache Tips und mehr Infos auf Instagram und lasst euch inspirieren. Bin gespannt, wer sonst noch dabei ist und was wir gemeinsam alles auf die Beine stellen können.

Let’s doooo this,

J.

Werbeanzeigen

2 Antworten auf „Unplastic Yourself

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s