Meine Wahrheit

Ich möchte mit diesem Post hier auf ein Kapitel meines Lebens eingehen, über das ich bisher nur wenig veröffentlicht habe. Am Ende findet ihr eine spontane Aufnahme, die den Text hier abrunden wird. Darin erfahrt ihr, wofür ich stehe und welche Wahrheit ich lebe. Aber zuerst zum Text:

Ich bin heute auf eine Story auf Instagram gestoßen, die mich den ganzen Vormittag zum Nachdenken gebracht hat. Es war eine Aussage zu einer bekannten Frau, die mit ihrer University „Higher Self Home“ anderen Menschen helfen möchte, ihre persönliche Erfüllung zu leben. Ich spreche von Laura Marina Seiler, einer wahnsinns Frau, vor der ich jeden Hut ziehe.

Sie und auch viele andere lieben und leben die Spiritualität, sowie das positive und rundum glückliche Leben – und geben diese Lebensweise durch Social Media an Millionen von Menschen weiter. Das alles scheint so vielversprechend, dass es sich wie ein mega Trend durch unsere Generation zieht. Es geht dabei nicht nur um Yoga, Meditation oder den Glauben an das Gute, sondern hauptsächlich um den Glauben daran, dass wir nur auf das Universum vertrauen müssen und dann alles wahr werden wird, was wir uns sehnlichst wünschen. Eine Grundlage dafür ist das Gesetz der Anziehung oder auch „the Law of Attraction“ genannt.

Wenn du meinen Blogpost „What we think we become“ noch nicht gelesen hast, dann würde ich mir wünschen, dass du das jetzt machst, bevor du weiter liest. Ich denke, dann wird dir hier einiges klarer werden 🙂 Hier ist der Link dazu: What we think, we become.

Wie ihr darin herauslesen könnt, bin ich davon überzeugt, dass Wünschen und sich etwas vorstellen, auf das Universum vertrauen und an das Gute glauben, nicht ausreichen, um sein Leben zu verändern. So wird es nur leider in den meisten Fällen und von den meisten dargelegt.

Auch ich habe mich anfangs, nachdem ich beschlossen hatte, mich mit mir selbst auseinander zu setzen, an einflussreichen Influencern mit über 50.000 Abonnenten  orientiert. Ich dachte: Wow. Wenn das das Geheimrezept ist, um endlich glücklich zu sein und das Leben zu haben, das ich mir wünsche, dann werde ich das jetzt ausprobieren.

Und das tat ich. Ich lebte Tag ein Tag aus vor mir her, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass das Universum schon alles für mich regeln würde, ich nur darauf vertrauen müsste und mir mein Wunschleben jeden Tag im kleinsten Detail ausmalen müsste. Ich saß da und glaubte daran. Was ich auch tat, war mit der Meditation und dem Yoga zu beginnen. Ich fühlte mich gut, keine Frage. Ich lernte sehr viel über mich selbst, ich liebe Yoga und Meditation noch heute – mittlerweile sind diese beiden Dinge, feste Bestandteile meines Alltags. Ich würde nicht behaupten, dass sie meinen Traum haben wahr werden lassen, aber ich weiß, dass mich diese Methoden näher zu mir selbst gebracht haben.

Eines aber, und zwar das Allerwichtigste und leider nicht genug Kommunizierte, tat ich nicht: Ich veränderte nicht die Dinge, die ich anpacken musste, damit mein Wunschleben tatsächlich die Realität werden würde. Stattdessen machte ich es mir bequem, lehnte mich zurück, ruhte mich auf dem Gedanken aus, dass ich nicht wüsste was ich überhaupt machen wollte und vertraute darauf, dass das Universum mir das schon irgendwann auf einem Silbertablett servieren würde. Die Lösung auf meine Situation, die Antwort auf meine Frage. Glücklich war ich währenddessen nicht. Ehrlich gesagt, war ich unglücklich. Lebte in meiner Gedankenwelt und hielt Abstand zu jedem, der mir zu nahe treten wollte. Ich lebte einen Traum, an dessen Wahrheit ich selbst nicht glaubte. Ich lebte ein Leben, dass ich nicht wollte, während ich darauf wartete, dass sich etwas veränderte.

Würde es doch, nicht wahr? Schließlich tat ich bereits alles, was in meiner Macht lag. Ich vertraute dem Universum. Ich machte das, was viele der spirituellen „Influencer“ bereits vor mir getan haben – sie sind der Beweis dafür, dass es funktioniert. Sie sind der Beweis dafür, dass das ganze Leben irgendwann happy sein kann. Dass alles so einfach sein kann, dass das Leben immer gut und schön sein kann. Jeden Tag, jeden Moment, jede Sekunde, glücklich sein. Dass ich alles werden kann, was ich will, wenn ich nur fest daran glaube. – Doch so ist es leider nicht ganz.

Ich schreibe so ehrlich über mein Leben, eben weil ich dir zeigen will, dass das nicht die Wahrheit ist, die vielleicht einige versuchen zu verkörpern. Ich möchte die Seiten zeigen, die oftmals versteckt bleiben. Weil Ehrlichkeit und Authentizität meine Wahrheit sind.

Wo liegt jetzt hier aber der Fehler?

Bevor ihr mich jetzt falsch versteht – ich sage nicht, dass ich das was ich oben beschrieben habe für falsch halte. Ganz im Gegenteil. Sich darüber klar zu werden, wie das eigene Leben irgendwann mal aussehen soll, ist einer der ersten Schritte, den ich jedem anderen empfehlen würde. Wovon ich aber wegkommen möchte ist, dass unsere Vorstellungskraft und die Macht unserer Gedanken allein nicht ausreichen, um dahin zu kommen, wo wir hin wollen. Solange wir nicht einen Schritt in diese Richtung gehen, uns nicht einen Schritt bewegen, der dann auch unseren Traum die Wirklichkeit werden lässt, wird sich in unserem Leben nichts verändern – bis auf unsere Einstellung vielleicht. Die wir aber dann auch bald wieder ändern werden, wenn nicht das eintritt, was wir uns doch zu 100% wünschen.

Es ist ein Kreislauf, aus dem es schwer ist auszubrechen. Denn auch, wenn unsere Gedanken unsere Welt bewegen können, können wir uns gleichermaßen, durch falsche Glaubenssätze, selbst im Weg stehen – und am Ende bewegt sich nichts, außer alles um uns herum:

  • du weißt nicht, was dich erfüllt, also wartest du darauf, bis dir das Universum die Antwort darauf gibt
  • du wartest darauf, dass du beruflich etwas findest, was du mit Leidenschaft verfolgst und bis dahin bist du lieber unglücklich und lebst vor dich hin, in der Hoffnung, du würdest es schon irgendwann wissen
  • du hältst dich zu sehr an dem Gedanken fest, dass die Zeit alleine alle Lösungen mit sich bringt
  • du glaubst nicht daran, dass du in der Lage bist, dein Wunschleben in die Realität umzusetzen oder du weißt nicht, wo oder wie du damit beginnen sollst
  • du hast Angst davor, Fehler zu machen, den Erwartungen anderer nicht mehr zu entsprechen und vielleicht sogar davor, ausgelacht zu werden
  • du denkst, du bist nicht gut genug

Ich könnte noch ewig weiter schreiben, wirklich. Vielleicht aber, hörst du dir meine kleine spontane Aufnahme an, die ich eigentlich nur für mich selbst aufgenommen hatte. Das mache ich manchmal, um meine Gedanken festzuhalten, die mich dann im Nachhinein immer wieder auf den richtigen Weg bringen.

Die Aufnahme war weder durchdacht, noch ist sie vollkommen. Ich habe über die Worte, die ich wähle, vorher nicht nachgedacht. Deswegen leg bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage. Ich möchte hiermit nichts sagen, was jemanden persönlich angreifen könnte, noch möchte ich dafür stehen, dass Schicksalsschläge oder Krankheiten keinen Einfluss auf unser Glück haben. Hör es dir einfach an, es ist das, was ich impulsiv gesprochen habe. Für mich und vielleicht auch für dich.

Und zum Schluss noch eins: Erst, als ich angefangen habe loszugehen, und zwar in  der realen Welt – kam eins nach dem anderen und mein Traum wurde Schritt für Schritt Wirklichkeit. Aber es waren immer nur Schritte, die ich bewusst und wirklich ging. Nicht die, die ich mir einzig und allein in meinem Kopf ausmalte.

Love,

J.

 

 

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