Den „falschen” Traum versucht zu leben

Und immer wieder taucht da diese Frage auf: ,,Was wäre wenn?“
Und: ,,Woher soll ich wissen, was ich eigentlich will?“

Immer wieder stolpere ich über diese beiden Fragen. Zwar nicht mehr in meinem eigenen Leben, aber oft taucht die eine Frage versteckt in Gesprächen auf und die Zweite bekomme ich häufig von anderen gestellt: „Woher weiß ich, was ich „werden“ will?“ „Wie erkenne ich mein Warum?“

Es gibt Wege, Methoden und Coaches, die dich an die Hand nehmen und diese Frage gemeinsam mit dir beantworten können. Und wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir damals jemanden gewünscht, der mich dabei unterstützt, diese Fragen zu beantworten. 

Ich glaube, dieser Wunsch hat mich zum Teil zu der Person gemacht, die ich heute bin und hat auch irgendwie mein „Warum“ geformt. Nach 3 Jahren, habe ich es nun selbst heraus gefunden – und ich würde sagen, das Leben war mein größter Lehrer. Jetzt im Nachhinein, würde ich zu meinem jüngeren Ich sagen: Lass dir dabei helfen, endlich damit zu beginnen, deinen Weg zu gehen. Hätte, hätte Fahrradkette – Zurückspulen kann ich die Zeit nicht und aus „Fehlern“ lernt man. Es sollte so sein.

 

Der Moment, als ich erkannte, dass ich dem
,,falschen“ Traum hinterher jagte

 

Ich möchte heute von einem meiner Momente auf Mallorca erzählen, der sich auf die obigen beiden Fragen bezieht – ein kurzer Rucksack Trip, über 4 Tage. Ein Reise-Post dazu wird die Tage auch noch kommen!

Januar, 2019

Und mal wieder stand ich vorm tobenden Meer, als mir diese Erkenntnis kam. Wilde Wellen klatschten an die meterhohen Felsen neben mir. Ich stand einfach nur da, mit dem Rucksack auf dem Rücken. Die Füße im Sand vergraben, während die Sonne unterging – und war in Gedanken versunken. Und während ich da stand, schossen mir Fragen durch den Kopf, an die ich schon länger nicht mehr gedacht hatte:

Willst du das wirklich?

Könntest du dir vorstellen, dein Leben lang oder einen großen Teil davon, damit zu verbringen, „nur“ zu Reisen?

Nein, das konnte ich mir tatsächlich nicht mehr vorstellen. Das Reisen allein, war nicht das, was mich erfüllte. Auch, wenn ich das immer dachte.

Warum, es war doch immer dein größtes Ziel – was hat sich geändert?

Da fehlte etwas. Es fehlte mein Warum. Mein Lebenssinn, meine Erfüllung und das Verfolgen meiner Träume. 

Denn ich hatte längst nicht mehr das Verlangen danach, „nur“ zu reisen und dieses Ziel zu meinem Fokus zu machen. Denn selbst während ich die Welt entdeckte und mir ,,Auszeiten“ nahm, fehlte nach einiger Zeit immer diese eine Sache: Dieses Gefühl, das mich überkam, wenn ich Erfüllung darin fand, anderen die Augen zu öffnen. Ob durchs Schreiben oder durchs Coachen – dieser Teil war mittlerweile der, durch den ich mein größtes Potenzial entfaltete. Mich lebendig fühlte.

Ich möchte zwar immer wieder reisen – keine Frage! Ab und zu auch alleine. Ich kann mir vorstellen, mal hier und dort zu leben. Will aber auch immer wieder zurück „nach Hause“ kehren – mein Zuhause besteht mittlerweile aus mir selbst, den Menschen, die ich liebe und meinem Hund. Aus meinem Alltag, meiner Routine und der Entfaltung meines Potenzials. Das nannte ich mittlerweile mein Zuhause. Der Ort, war für mich gar nicht mehr SO wichtig. Ich glaube trotzdem, dass Neuseeland mein Endziel bleiben wird – wir werden es sehen 🙂

Meine Erkenntnis zu Träumen

Ich bin durch diese kleine Reise an einen Punkt gekommen, an dem ich verstanden habe, was es bedeutet, Dinge auszuprobieren und Wege zu gehen – Träume zu leben, von denen man dachte, sie würden einen erfüllen. An dieser Stelle fällt mir dieser Spruch hier ein: „Wege entstehen, indem wir sie gehen“.

Wege gehen. Erfahrungen machen. Visionen leben, den Lebenssinn herausfinden, das Warum definieren, sich täglich fokussieren und für die Verwirklichung der eigenen Träume kämpfen. So sieht’s aus. Nichts aber auf dieser Welt ist sicher. Nichts ist vorhersehbar, nichts kontrollierbar. Kein Traum, den du bisher nicht gelebt hast, ist die Sicherheit dafür, dass du Erfüllung in ihm finden wirst. 

Vielmehr also sollten wir die Dinge, die uns reizen, ausprobieren. Sie erleben. Erfahren, wie die Wirklichkeit ist. Denn vielleicht fühlen sich manche Träume oder Vorstellungen in „echt“ ganz anders an – nicht mehr für uns gemacht an.

 

3 Jahre und ein Traum, der mich in die Irre führte

Mein größtes Ziel, war es immer zu reisen. Jedenfalls dachte ich das. Ich dachte, ich bräuchte nichts anderes mehr auf dieser Welt, als endlos reisen und einfach nur sein zu können.

Und so erkannte ich plötzlich, dass ich drei Jahren lang, einem Traum hinterher jagte, der mich von Grund auf nie erfüllen würde. Drei Jahre lang, verspürte ich den Drang danach, für immer Reisen zu wollen. Anfangs, um mich selbst zu finden. Als ich das so halbwegs geschafft habe, wollte ich reisen, weil ich dachte, es würde mich nichts mehr auf dieser Welt erfüllen, als mit einem Rucksack die Welt zu entdecken. Vielleicht war es auch nur so lange mein Traum gewesen, bis ich erkannte, was ich wirklich wollte. Wer weiß.

Und trotzdem ist ein Teil davon wahr: Ich liebe das Reisen. Ich liebe es, neue Orte und Kulturen, neue Gerüche und neues Essen kennen zu lernen. Oft gibt mir das Reisen ein Gefühl von grenzenloser Freiheit. Eines meiner Lieblingsgefühle. Ich werde kreativ, lasse los und sehe die Welt mit anderen Augen.

Und dann ist da noch eine Sache, die ich liebe: Unabhängig von anderen zu sein – vor allem beruflich ist mir das sehr wichtig. Nicht, weil ich nicht mit anderen zusammenarbeiten kann oder will, ganz im Gegenteil. Eher deswegen, weil ich Entscheidungen über mich und meinen Alltag selbst treffen möchte – unter anderem, wann, wie lange und wohin ich reisen möchte.

 

Mein neuer Traum und mein heutiges Ich

Und nach dieser Erkenntnis, passte ich meinen Traum von vor drei Jahren an mein heutiges Ich an: Mein Ziel ist es weiterhin, ortsunabhängig arbeiten zu können. Ich habe aber gleichzeitig auch nichts dagegen, wenn dieser Ort, meine Wohnung, die Terrasse oder ein Platz im Feld ist – es muss nicht mehr immer gleich ein anderer Kontinent sein. Mein Traum wird es auch weiterhin sein, die Welt zu entdecken und zu Reisen. All das, möchte ich aber nicht mehr, ohne dem nachzugehen, was mich am meisten erfüllt: Den Drang nach „Mehr“ täglich neu zu erfahren und meinen Lebenssinn zu leben – den ich nach all den Jahren endlich entdeckt habe und seitdem lebe.

Was ich damit sagen möchte: Probier dich aus. Halte nicht am ,,was wäre wenn“ fest. Hör auf, dich zu fragen, ob es dich wirklich glücklich machen würde. Geh da raus und geh die Wege, nach denen du dich sehnst. Du wirst wachsen. Du wirst dich verändern. Und so werden es auch deine Träume. Sie werden mit dir wachsen, sich mit dir entwickeln. Und mit jedem Schritt, den du gehst, wirst du mehr bei dir selbst ankommen und erkennen, wer du wirklich bist und was du wirklich willst. Lebe diese Träume, ganz egal, was dabei raus kommt. Denn am Ende gibt es nichts Schlimmeres, als zurück zu blicken und sich zu fragen, wie es wohl gewesen wäre, WENN.

Lebe. Entdecke dich neu. Denn ich verspreche dir Eines: Es gibt nichts Schöneres, als zu wachsen und das Gefühl, bei sich selbst angekommen zu sein. Das Leben zu leben, das dich von Grund auf erfüllt. 

Love,

J.

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